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Thurvita Spitex Mahlzeitendienst: Rund 50% mehr Menus – Danke den TBW-Fahrern!


Die TBW-Equipe erhält Instruktionen von Küchenchef Philipp Wettach.

 

Medienmitteilung vom 14.05.2020

Während des Lockdowns sprangen Mitarbeiter der Technischen Betriebe Wil als Fahrer für den Thurvita Spitex Mahlzeitendienst ein. Dank ihres Einsatzes konnten pro Liefertag ca. 90 Personen aus Risikogruppen ein vollwertiges Menu geniessen. Der Mahlzeitendienst verzeichnet rund 50% mehr bestellte Hauptgerichte.

Wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus mussten die Fahrer aus dem Spitex Förderverein im März praktisch von einem Tag auf den anderen zuhause bleiben. Der Zivilschutz organisierte Unterstützung für Thurvita: Rasch und unbürokratisch sprangen ab dem 20.03.2020 Mitarbeiter der Technischen Betriebe Wil (TBW) in die Bresche. Sie lieferten während rund acht Wochen das Essen an die Kunden des Thurvita Spitex Mahlzeitendienstes. Und das waren deutlich mehr als sonst. Pro Lieferwoche (Montag bis Freitag) brachten die TBW-Mitarbeiter fast 1000 Produkte mehr zu den Kunden (es waren zusätzliche 560 Hauptgerichte sowie ca. 410 Wahlkomponenten (Suppe, Salat, Desserts)).

„Ohne den Einsatz der TBW-Mitarbeiter hätte der Mahlzeitendienst während des strikten Corona-Regimes nicht funktioniert.
Viele Kunden aus Wil und Umgebung, die zu Risikogruppen gehören, haben so trotz allem vollwertige Menus erhalten.

Die Kunden und Thurvita danken von Herzen für den Einsatz!“

Andreas Bucher, Leiter Hotellerie und Mitglied der Thurvita Geschäftsleitung

 

Die gebotenen Schutzmassnahmen setzten die TBW-Fahrerteams vorbildlich um (z.B.: die Menus jeweils im Milchkasten deponieren statt an der Haustüre übergeben). Gleichzeitig musste jeder Fahrer deutlich mehr Mahlzeiten ausliefern als sonst: Im Monat April haben die Bestellungen von Hauptgerichten gegenüber dem Vorjahr um rund die Hälfte zugenommen. Pro Liefertag wurden ca. 90 Kunden bedient. Am 8. Mai 2020 fuhren die TBW-Mitarbeitenden zum letzten Mal Liefertouren für den Mahlzeitendienst.

Für eine Übergangszeit von zwei Wochen liefert nun der Zivilschutz die Mahlzeiten aus. Ab dem 25. Mai 2020 übernehmen wieder Freiwillige aus dem Spitex Förderverein die wichtige Aufgabe der Auslieferung.

 

Erst das Kribbeln, dann das Strahlen: Bei Thurvita sind Besuche wieder möglich.


Bewohnende und ihre Angehörigen haben den Moment lange herbeigesehnt: Einander real treffen und miteinander plaudern zu dürfen. Mit den Lockerungen vom 11. Mai konnte auch Thurvita Boxen und spezielle Zonen für Besuche einrichten. Für die Betagten und ihre Liebsten ist dieser kleine Öffnungsschritt mit grossen Emotionen verbunden.

Beim Alterszentrum Sonnenhof und beim Pflegezentrum Fürstenau stehen je zwei Besuchsboxen zur Verfügung. In den kleineren Standorten gibt es eigens eingerichtete Zonen für private Treffen. Sie sind nach telefonischer Anmeldung möglich und dürfen nur unter den strengen Auflagen stattfinden, welche der Kanton St. Gallen für die nächsten sieben Wochen verfügt hat. Thurvita bietet Besuchsmöglichkeiten an, die den Kontakt zwischen Bewohnenden und Angehörigen ermöglichen. Zugleich muss das Übertragungsrisiko tief bleiben. Denn bis anhin hat sich bei Thurvita niemand mit dem Coronavirus angesteckt. Das soll so bleiben.
Dass Bewohnende mit Demenz Angehörige empfangen können, gestaltet sich schwieriger. Momentan sind Besuche nur in begründeten Ausnahmesituationen möglich. Thurvita arbeitet auch hier an einer guten Lösung.

Emotionen überwinden alle Auflagen
Die Erleichterung und die Freude sind bei den Bewohnenden und ihren Angehörigen gross. Einander endlich wieder direkt gegenüber zu sitzen und eine Weile zusammen verbringen zu können, erfüllt Besucher wie Besuchte sichtlich. Besonders vor dem ersten Wiedersehen ist die Anspannung gross. Viele Fragen kommen auf: „Wie der andere wohl heute genau aussieht? Wie sie sich fühlt? Wie ist es ihr während des Lockdowns ergangen?“ usw. Da kann es schon vorkommen, dass kurz vor dem Treffen das Kribbeln überhandnimmt. Während und nach dem Besuch sind die Glücksgefühle umso erfüllender. „Es ist so schön, ihr wieder richtig in die Augen schauen zu können“, berichtet eine Familienangehörige nach dem ersten Besuch – und strahlt übers ganze Gesicht.

Beliebte Videotelefonie
Neben den neuen Besuchsmöglichkeiten machen die Bewohnenden und ihre Angehörigen weiterhin rege Gebrauch vom Angebot der Videotelefonie. Nach anfänglicher Skepsis haben sich die Videochats zum Renner gemausert. Mehrmals im Tag finden Videocalls statt, teils sind es regelrechte „Familienkonferenzen“. Ebenso gibt es einen individuellen Einkaufsservice und ein tägliches Unterhaltungsprogramm.

Wil, 12. Mai 2020
Alard du Bois-Reymond, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Beim Alterszentrum Sonnenhof stehen die beiden Besuchsboxen direkt vor der Haupttreppe.

Bild oben: Mit einem LKW-Kran wurden die Besuchsboxen auf den Vorplatz beim Eingang zum Pflegezentrum Fürstenau gehievt.

 

Auf solider Basis in die Zukunft

Auf solider Basis in die Zukunft – Medienmitteilung zum Geschäftsbericht 2019

Wil, 28.04.2020. Im siebten Jahr ihres Bestehens erzielte die Thurvita einen Gewinn von CHF 134’000. Der Universalanbieter für Altersdienstleistungen in der Region Wil erreichte mit der Inbetriebnahme der neuen „Thurvita Küche“ ein wichtiges Ziel: Thurvita kocht für alle ihre Kunden selbst. Die Generalversammlung, die den Geschäftsbericht 2019 mit der auf den 31. Dezember 2019 abgeschlossenen Jahresrechnung genehmigte, fand heuer auf dem Zirkularweg statt. Die Delegierten der Aktionärsgemeinden und der Verwaltungsrat schützten sich so vor dem Coronavirus.

Thurvita erreichte 2019 einen Umsatz von rund CHF 30.23 Millionen. Die Personalkosten betrugen rund CHF 22,56 Millionen oder fast 75 % des Betriebsertrages. Dank einer rechtzeitigen Anpassung der Aufwendungen an die sich verändernde Nachfrage, verzeichnet Thurvita für 2019 einen Gewinn von CHF 134’000.

Zum guten Jahresergebnis trug auch bei, dass der Kanton St. Gallen nach fünf Jahren erstmals die Höchstansätze der Pflegefinanzierung in Alters- und Pflegeheimen anhob. In den sechs Thurvita Alters- und Pflegeheimen lag die Auslastung 2019 bei 93.24 Prozent. Im Durchschnitt waren also 225 der verfügbaren 242 Betten belegt. Angesichts der tiefen Nachfrage im stationären Bereich hielt die Geschäftsleitung die Stellenausstattung unter dem budgetierten Niveau. Die Massnahme verhinderte steigende Pflegekosten pro einzelnen Bewohner. Im Gegenteil: Gegenüber dem Vorjahr sanken die sogenannten „normierten Pflegekosten“ sogar um ca. 3% und betrugen CHF 7’834.

Bei den Dienstleistungen der Spitex verzeichnete Thurvita eine weiterhin konstante Nachfrage. Nach dem rekordhohen Vorjahr haben sich die Pflegestunden im Jahr 2019 wieder auf einen Mittelwert eingependelt.

„Grosse Küche, grosse Klasse“ und Pilotprojekte

Nach nur zehnmonatiger Bauzeit und unter Einhaltung des Budgets nahm die neue „Thurvita Küche“ Ende des Jahres ihren Betrieb auf. Die Küche bedient die grossen Thurvita-Häuser Sonnenhof und Fürstenau sowie die Restaurants „Chez Grand Maman“. Aus der „Thurvita Küche“ gelangen zudem jährlich rund 17‘800 Menüs zu den Kunden des Spitex-Mahlzeitendienstes und dreier Mittagstische. Die Anzahl ausgelieferter Menüs hat aufgrund der Corona-Massnahmen in den ersten Monaten im 2020 nochmals deutlich zugenommen. Die Küche wird in Zukunft auch die strategischen Projekte „Rosengarten“ und das „Quartierzentrum mit Spitex Stützpunkt“ in Bronschhofen beliefern.
Die neuen Situationen und Möglichkeiten in den geplanten Strategieprojekten probt Thurvita bereits in Pilotprojekten. Eines setzt die „Fachübergreifende Betreuung“ um, die dereinst im geplanten „Alterszentrum Rosengarten“ in Rossrüti Alltag sein wird. Ein anderes Pilotprojekt liefert wichtige Erkenntnisse zum Einsatz einer digitalen Assistenzlösung für die medizinische Sicherheit – ganz ohne Videokameras und Roboter.

Der Trend bestätigt die Strategie

Weit über Wil hinaus zeigt sich bei der Nachfrage nach Betten in Heimen ein klarer Trend. Seit mehreren Jahren sinkt die Nachfrage nach klassischen Altersheim-Plätzen. Ambulante Leistungen sind immer gefragter. Die Thurvita-Strategie ist somit bestätigt: Die Angebote eher vom herkömmlichen Altersheim-Konzept wegführen, dafür die Alterswohnungen und Spitex-Leistungen aufbauen. Um das Angebot an Pflegebetten der tatsächlichen Nachfrage anzunähern, beschloss der Verwaltungsrat, im Flurhof keine Pflegewohnung mehr zu führen. Seit der Schliessung am 21. Januar 2020 zählt Thurvita 229 statt 242 klassische Heimplätze.

„Älter werden im Quartier“

Dank „Älter werden im Quartier“ können ältere Menschen selbst bei hohem Pflegebedarf bis an ihr Lebensende zuhause wohnen, zum Beispiel im künftigen „Quartierzentrum mit Spitex-Stützpunkt“ in Bronschhofen. 2019 einigten sich die Stadt Wil und Thurvita auf einen Baurechtsvertrag. Das Wiler Stadtparlament stimmte dem Vertrag mit grosser Mehrheit zu. Die öffentliche Auflage des Sondernutzungsplanes erfolgte im Herbst 2019. Die Korrekturauflage wurde anfangs April 2020 abgeschlossen. „Älter werden im Quartier“ soll künftig auch im Zentrum von Wil möglich sein. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte: Die gemischte Nutzung ist auf dem Areal „Sonnenhof“ möglich – einerseits klassische Altersheimzimmer, anderseits Alterswohnungen mit flexiblem Service-Angebot. Auf dieser Grundlage bewilligte der Verwaltungsrat 2019 die nötigen Mittel, damit die Planung für die Sanierung und Erweiterung des „Alterszentrums Sonnenhof“ starten kann. Die geplanten Alterswohnungen werden an der Haldenstrasse zusätzlichen attraktiven Wohnraum für alte Menschen bieten.

Neubau „Alterszentrum Rosengarten“

Zwei sehr unterschiedliche Unternehmen planen in Rossrüti auf demselben Grundstück völlig unterschiedliche Nutzungen. Die Firma Gebrüder Egli AG ist auf die Veredlung von Baumaschinen spezialisiert. Die Thurvita plant in Rossrüti ein neues Alterszentrum mit Schwerpunkt Betreuung Demenzbetroffener. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte, dass die beiden Nutzungen nebeneinander möglich sind. In intensiven Beratungen haben die Unternehmen einen gemeinsamen Sondernutzungsplan für beide Bauvorhaben ausgearbeitet. Der Sondernutzungsplan wurde im Februar 2020 an die Stadt Wil und den Kanton zur Vorprüfung eingereicht.

Austritt Rickenbach

Der Gemeinderat Rickenbach hat beschlossen, die Vereinbarung mit Thurvita für ambulante und stationäre Leistungen per Ende 2020 zu kündigen. Der Austritt Rickenbachs aus der Aktiengesellschaft wird 2021 abgewickelt. Wie geplant, startet 2020 die gesamthafte Überarbeitung der Leistungsvereinbarungen zusammen mit den verbleibenden Vertragsgemeinden Wil, Wilen und Niederhelfenschwil. 

Verwaltungsrat dankt

Ursula Burtscher trat im Frühjahr 2019 als Gemeinderätin von Wilen und damit als Verwaltungsrätin der Thurvita AG zurück. Ihr Nachfolger in beiden Funktionen ist Alfred Wenger. Der Verwaltungs­rat dankt Ursula Burtscher für ihren engagierten Einsatz und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Alfred Wenger.

Besonders herzlich dankt der Verwaltungsrat allen Mitarbeitenden der Thurvita für ihren ausserordentlichen Einsatz in der extrem belastenden Zeit des neuen Coronavirus. Die hervorragende Arbeit der Frauen und Männer bei Thurvita ist das Aushängeschild des Unternehmens und verdient Respekt und Anerkennung.

Über Thurvita

Die Thurvita AG ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft im Besitz der Gemeinden Wil, Niederhelfenschwil, Wilen und Rickenbach. Bei ihrer Gründung 2013 führte Thurvita vier zuvor unabhängige Institutionen – mehrere Alters- und Pflegeheime und die Spitex der Region – unter ihrem Dach zusammen. Das Ziel von Thurvita ist die Alters­versorgung unabhängig von der Finanzierung durch die öffentliche Hand zu gewährleisten. Heute werden 229 stationäre Heimplätze und rund 640 ambulante Spitex-Kunden betreut. Thurvita beschäftigt 375 Mitarbeitende und ist damit einer der grossen Arbeitgeber in der Region Wil.

 

Ein neuer Alltag, aber keine Corona-Erkrankungen in den Thurvita-Heimen

Bei der Thurvita sind bislang weder in den Heimen noch bei den Mitarbeitenden Corona-Ansteckungen aufgetreten. Aktuell gibt es auch keine Verdachtsfälle. Die Bewohnenden pflegen ihre externen Kontakte telefonisch sowie mit Videochats. Beliebt sind auch die Angebote des angepassten Unterhaltungsprogramms – stets mit dem gebotenen Sicherheitsabstand.

In den Heimen der Thurvita gibt es bis heute keine Corona-Erkrankung. Es gibt aktuell auch keine Verdachtsfälle. Damit dies möglichst lange so bleibt, setzt Thurvita die Vorsichts- und Hygieneregeln im Zusammenhang mit dem Coronavirus strikt um. Sollte eine Ansteckung in einem Thurvita-Heim geschehen, ergreift Thurvita umgehend zusätzliche Massnahmen, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verhindern. Dazu gehören die Isolation des Patienten und weitere verstärkte Hygiene- und Schutzmassnahmen.

Ein neuer Alltag
Durch die starke Einschränkung der Besuche, müssen die Bewohnenden mit einer völlig neuen Situation zurechtkommen. Einerseits können keine Treffen mit Verwandten oder Bekannten stattfinden. Um den Kontakt aufrecht zu erhalten, nutzen die Bewohnenden sehr gerne Videochats. Regelmässig vernetzen sich auf diese Weise drei, wenn nicht sogar vier Generationen einer Familie. Thurvita leistet gerne die nötige Unterstützung für die Organisation der virtuellen Meetings.

Sehr viele beliebte Tätigkeiten und Ausflüge fallen aufgrund der besonderen Lage ebenso weg, denn sie finden mehrheitlich dank der Unterstützung von externen Freiwilligen statt. Thurvita organisiert für die Bewohnenden kurzfristig ein angepasstes Programm mit rein internen Veranstaltungen, bei denen der Sicherheitsabstand eingehalten wird. Es gibt beispielsweise Film-Nachmittage, Lotto-Matches und Quiz-Runden. Bei den Bewohnenden sehr beliebt ist der Einkaufsservice, der zweimal wöchentlich bestellte Artikel besorgt. Sehr geschätzt wurde auch ein musikalisches Ständli, das ein Gesangs-Quintett um eine Aktivierungsfachfrau kürzlich erbracht hat. Sozusagen von “Hinter dem Zaun” und mit grosszügigen Abständen zwischen den Sängern brachte die Gruppe mit ihren Liedern fröhliche Melodien in die Heimgärten.

Ostern – trotz allem
Ostern konnte in den Thurvita Häusern auch dieses Jahr „stattfinden“ – einfach unter Einhaltung der Corona-Regeln. Mitarbeitende und Bewohner spannten für die Vorbereitungen zusammen: Das gemeinsame Eier-Einfärben und das Basteln von Dekorationen liessen die Vorfreude schon Tage voraus aufkommen. Die Oster-Gottesdienste konnten als Übertragung am Grossbildschirm mit verfolgt werden. Das Küchenteam verwöhnte die Bewohnenden mit einem Festmenü und mehrere Unternehmen aus der Gegend sandten süsse Grüsse.

Weitere Impressionen bietet www.thurvita.today

Wil,15.04.2020/AMa

Verschoben: „Spitaleintritt – und nie wieder heim?“

„Spitaleintritt – und nie wieder heim?“ vom 09.03.2020 wird auf unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

In den Heimen der Thurvita gibt es aktuell weder bestätigte Fälle noch Verdachtsfälle auf eine Coronavirus-Erkrankung. Es besteht aber das Risiko, dass sich der Coronavirus in der Schweiz weiter verbreitet. Um die Bewohnenden in den Thurvita-Häusern vor dem Coronavirus zu schützen, wird die Veranstaltung „Spitaleintritt – und nie wieder heim?“ vom 09.03.2020 auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Thurvita im Gespräch

9. März 2020, 18.30 Uhr. Pflegezentrum Fürstenau, Fürstenlandstrasse 50, Wil

„Ich muss ins Spital. Kann ich jemals wieder nach Hause?“ Kummervoll stellen sich ältere Menschen diese Frage. Denn die Erfahrung zeigt: Häufig ist die medizinische Behandlung im Spital zwar erfolgreich abgeschlossen. Doch die Patienten sind noch nicht im Stande, den Alltag in ihren eigenen vier Wänden zu bewältigen.

Ist der Spitaleintritt die Sackgasse ins Pflegeheim?
Was braucht es, damit es mit der Selbständigkeit wieder klappt?

Dr. med. Bernhard Kistler, Leitender Arzt Akutgeriatrie bei der „Spital Region Fürstenland Toggenburg“ beleuchtet die medizinischen Erfolgsfaktoren. Fabienne Hasler, Leiterin Ergotherapie bei Thurvita, und Andreas Dennenmoser, Teamleiter „Thurvita Care“, stellen konkrete Therapien sowie andere nützliche Massnahmen vor. Die Experten sind alle für die „Brücke nach Hause“ tätig, welches ein gemeinsames Projekt von Thurvita und SRFT ist. Mit persönlichen Erfahrungsberichten schalten sich ältere Menschen ein, die bereits vor der Frage standen «Spitaleintritt – und nie wieder heim?».

Beim Aperitif erhalten Interessierte Einblick in Räumlichkeiten des Angebots „Brücke nach Hause“ von Thurvita Care.

Zu diesem besonderen Abend lädt Sie Alard du Bois-Reymond, CEO der Thurvita AG, ein.

Eintritt frei.

Der Gemeinderat Rickenbach kündigt Vertrag mit Thurvita trotz sinkender Kosten

Mit Bedauern nimmt Thurvita den Entscheid des Rickenbacher Gemeinderats zur Kenntnis, die Vereinbarungen für ambulante und stationäre Leistungen von Thurvita zu kündigen. Seit 2013 erbringt Thurvita die Spitex-Dienste und bietet Betreuung und Pflege für alte Menschen aus Wil, Niederhelfenschwil, Wilen und Rickenbach an. Die Bevölkerung von Rickenbach muss ab 2021 mit eingeschränkten Leistungen rechnen.

Wil, 22.01.2020. Der Gemeinderat Rickenbach hat beschlossen, die Vereinbarung für ambulante und stationäre Leistungen per Ende 2020 bei Thurvita zu kündigen. Der Grund seien die zu hohen Kosten bei der Spitex. Thurvita bedauert den Entscheid des Rickenbacher Gemeinderates. Doch die Kosten-Beiträge der Gemeinde pro Spitex-Stunde sind seit 2013 nicht gestiegen, sondern leicht gesunken. Gemessen mit den anderen vergleichbaren Spitex-Organisationen im Kanton St. Gallen arbeitet die Thurvita-Spitex am kostengünstigsten. Das höhere Budget 2020 in der Gemeinde Rickenbach erklärt sich durch eine Mengenausdehnung im Vergleich zum Vorjahr.

Preise passen nicht zu den Kosten
Es trifft zu, dass die Preise der Leistungsvereinbarung nicht den tatsächlichen Kosten entsprechen: Sie sind in den Thurvita-Pflegewohnungen zu tief, bei der Thurvita-Spitex hingegen zu hoch. Bei der Gründung der gemeinnützigen Aktiengesellschaft hat Thurvita die bestehenden Leistungsvereinbarungen unverändert übernommen. Thurvita kennt den Handlungsbedarf und ist mit den Vertragsgemeinden Wil, Wilen und Niederhelfenschwil übereingekommen, die Leistungsvereinbarung gesamthaft zu überarbeiten. Das Ziel ist, Kostenwahrheit zu schaffen. Leider hat der Rickenbacher Gemeinderat die wiederholte Einladung zum gemeinsamen Gespräch nicht angenommen.

Weniger Leistungen für die Rickenbacher
Verschiedene Leistungen sind ab 2021 nicht gesichert. Es ist wahrscheinlich, dass in Rickenbach künftig kein Mahlzeitendienst, keine Nachtabdeckung, kein Spätdienst und keine spezialisierte psychiatrische Spitexleistung zur Verfügung stehen. Alles Leistungen, welche die Thurvita-Spitex heute anbietet. Zudem bezahlen künftig die Rickenbacherinnen und Rickenbacher wie die anderen auswärtigen Gemeinden in allen Heimen der Thurvita einen Zuschlag von 300 Franken pro Monat.

Gemeinsam für die alten Menschen
Im Jahr 2012 haben die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen von Wil, Niederhelfenschwil, Wilen und Rickenbach entschieden, die Altersleistungen der Thurvita zu übertragen. Thurvita bedauert, dass der Rickenbacher Gemeinderat die gemeinsame Alterspolitik der Region nicht mehr mitträgt. Thurvita startet die Überarbeitung der Leistungsvereinbarung, wie im Wiler Parlament angekündigt, im laufenden Jahr.

Auswirkungen für das laufende Jahr
Die Dienste, welche die Thurvita-Spitex in Rickenbach erbringt, belaufen sich auf 10 % der gesamten Spitexleistungen. Folglich wird es beim Stellenplan keine nennenswerten Anpassungen brauchen. Selbstverständlich werden alle Rickenbacher Kunden der Thurvita-Spitex bis am 31. Dezember 2020 mit den benötigten Leistungen versorgt.

 

Bericht der Wiler Zeitung vom 22.01.2020

#pflegeheldin #kampagne #thurvitajobs

Kennen Sie unsere Pflegehelden schon? Nein?

Die Pflegehelden der Spitex sind tagtäglich zum Wohle unserer Kunden im Einsatz. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Pflegeheldinnen aber natürlich auch in anderen Bereichen dürfen wir immer mal wieder neues Personal rekrutieren.

Jobs-Seite im neuen Gewand
Die Thurvita Jobs-Seite kommt in einem Design daher. Ebenso sind die Stelleninserate neu gestaltet. Sie finden Sie hier: www.thurvita.ch/jobs

Social Media Kampagne – teilen, teilen, teilen!
Auf FacebookInstagram und LinkedIn zeigt Thurvita eine Animation zu den Pflegeheldinnen. Es würde uns sehr freuen, Sie zu unseren Followern zu zählen. Die Beiträge dürfen selbstverständlich gerne geteilt werden.

LSt/AMa, 28.10.2019

Quartierzentrum Bronschhofen: öffentliche Planauflage

Die Thurvita AG plant zusammen mit der Katholischen Kirchgemeinde im Kern von Bronschhofen die Erweiterung des Zentrums mit Alterswohnungen, normalen Mietwohnungen und einem Quartierstützpunkt sowie Gastronomie und zusätzlichen Gewerbeflächen. Das Projekt «Confratelli», welches als Sieger aus dem Studienauftrag von 2016 hervorgegangen ist, bildet die Basis zum nun öffentlich aufliegenden Sondernutzungsplan.

Wil, 19.09.19. Im Sommer 2016 konnte die Bauherrschaft über den erfolgreichen Abschluss des Konkurrenzverfahrens informieren. Aus sehr unterschiedlichen Lösungsansätzen wählte die aus namhaften Fachleuten und allen involvierten Kreisen zusammengesetzte Jury das Projekt «Confratelli» des Teams raumfindung architekten / graber allemann landschaftsarchitektur gmbh aus.

Seither wurde das Projekt detailliert überprüft, optimiert und verbessert. Im Grundsatz ist das Projekt jedoch so geblieben, wie es im Wettbewerb vorgeschlagen wurde. Mit in der Höhe und Länge gestaffelten Baukörpern werden ortsverträgliche Volumen geschaffen. Die geneigten Satteldächer und die geplante Fassadengestaltung in Holz erinnern an die dörfliche Geschichte von Bronschhofen. Dennoch wirken die Bauten modern und offen.

Alles vor Ort
Ein gut proportionierter, neuer Platz entlang der Hauptstrasse bildet die neue Adresse, das Herz der Gesamtanlage. Dort befinden sich das Café «Chez Grand Maman», ein Laden, der Spitex-Stützpunkt sowie die Zugänge für mögliche weitere Dienstleistungen. Die Anlieferung erfolgt über die Bahnhofstrasse direkt ins Untergeschoss.

Geplant sind 34 altersgerechte Wohnungen der Thurvita AG sowie 44 normale Mietwohnungen der Kirchgemeinde. Mit dem zukunftsweisenden Konzept «Älter werden im Quartier» können alte Menschen in den eigenen vier Wänden ihrer Alterswohnung bleiben – auch bei hohem Pflegebedarf. Die Tiefgaragen sind sowohl von der Hauptstrasse wie von der Bahnhofstrasse erschlossen.

Erhöhte Anforderungen
Der nun aufliegende Sondernutzungsplan legt die «Spielregeln» für die Realisierung der Überbauung fest. Neben den wenigen Abweichungen von der Regelbauweise werden sowohl für die Bauten wie auch für die Aussenraumgestaltung erhöhte qualitative Anforderungen gestellt. Die Volumina sowie die Dachformen sind festgelegt. Gesamthaft weist das Projekt im Vergleich zur üblichen gemischten Nutzung keine Mehrausnützung auf.

Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Thurvita AG und die Stadt Wil auf einen Baurechtsvertrag geeinigt, welcher die Grundlage für die Realisierung bildet. Mit der öffentlichen Auflage des Sondernutzungsplans ist nun ein weiterer Meilenstein erreicht. Die öffentliche Auflage startete am 13. September 2019 und dauert noch bis zum 12. Oktober 2019. Die Unterlagen können beim Departement Bau, Umwelt und Verkehr an Hauptstrasse 20 in Bronschhofen eingesehen werden.

Medienberichte zum öffentlichen Informationsabend vom 19.09.2019 in Bronschhofen:

Nach dem Wiler Zonenplan-Nein: Was das für Bronschhofen bedeutet“ hallowil.ch, 20.09.2019

Schritt für Schritt in ein neues Quartier“ wilerzeitung.ch, 20.09.19

Bronschhofen: Sondernutzungsplan zum Projekt „Confratelli“ liegt öffentlich auf„, wil24.ch, 23.09.2019

Visualierungen

Visualisierung Quartierzentrum Bronschhofen mit Kath. Pfarreiheim

 

Visualisierung mittlere Ebene des Quartierzentrums

 

Wo jung und alt sich treffen.

Visualisierung Quartierplatz

 

Ein überdachter Durchgang - lichtdurchlässig und trocken

Visualierung Arkadengang

 

 

Visualierung Galerie

 

Visualisierung Wohnung: Wohnraum mit Loggia

 

Visualisierung Wohnung: Esszimmer mit Ausblick

Geschäftsbericht 2018: Thurvita investiert weiter in die Zukunft

Wil, 12. April 2019: Im sechsten Jahr ihres Bestehens waren Investitionen in die  Zukunftsprojekte ein wichtiger Fokus der Thurvita. Nach einem Gewinn von CHF 176’000 im Vorjahr, schloss sie 2018 mit einem Verlust von CHF 190’000 ab. Der Universalanbieter für Altersdienstleistungen in der Region Wil investierte gleichzeitig CHF 360‘000 in Zukunftsprojekte. Die dazu gehörenden Projekte «Thurvita Care» und «Älter werden im Quartier» wurden wissenschaftlich begleitet. Auch das Projekt für ein Kompe­tenz­zentrum Demenz kam entscheidende Schritte voran.

Thurvita erreichte 2018 einen Umsatz von CHF 28.95 Millionen, knapp eine halbe Million Franken weniger als im Vorjahr. Hauptgrund dafür war eine vorübergehend tiefere Betten­belegung im Sommer, was zu einem um CHF 1.1 Mio tiefer als erwarteten Umsatz im stationären Bereich führte.  Ende Jahr stieg die Bettenbelegung auf Normal­werte.

Sehr erfolgreich war die Thurvita Spitex. Mit 5.7% mehr Pflegestunden als 2017 erreichte sie einen neuen Rekordwert. Damit trug der ambulante Dienst zu einem positiven Deckungs­beitrag bei. Dasselbe gilt für die Hotellerie mit ihren ebenfalls hochstehenden Leistungen für die Heime, das Restaurant Chez Grand Maman und den Spitex-Mahlzeitendienst.

Die Personalkosten betragen bei Thurvita 79% des Gesamtaufwandes. Sie erhöhten sich für die 378 Mitarbeitenden um CHF 493’000 auf CHF 22,5 Millionen. Der Personalaufwand stieg wegen zusätzlichen ambulanter Leistungen und Lohnerhöhungen von 0.6%. Neben fort­schrittlichen Arbeitsbedingungen und dem ausgebauten Weiterbildungsprogramm behauptet sich Thurvita auch damit in einem umkämpften Personalmarkt als attraktiver Arbeitgeber.

Durch aktives Sparen konnte der übrige Aufwand um 359‘000 Franken reduziert werden.

Erfolgreiche Projekte

Thurvita leistet mit drei Projekten eine in der ganzen Schweiz viel beachtete Pionierarbeit für alte und betagte Menschen. Mit «Thurvita Care» engagieren sich Spe­zialisten im Rahmen einer interprofessionellen Zusammenarbeit für Patienten, die aus dem Spital ausgetreten sind und wieder nach Hause möchten. Die Erfolge sind beachtlich. In den letzten fünf Jahren konnte fast die Hälfte aller Patienten wieder in die eigenen vier Wände zurückkehren. 90% aller Rückkehrenden blieben zuhause. Damit wurden14 % Heimplätze eingespart. Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften begleitet das Projekt seit Anfang 2013 und schrieb dazu: «Generell hilft Thurvita Care den erwarteten langfristigen Anstieg in der Nachfrage nach klassischen Pflegeheim­plätzen zu dämpfen.»

Ebenfalls positiv ist das Fazit der ZHAW-Begleitstudie zu «Älter werden im Quartier». Die Wissenschaftler zeigten auf, was das Erbringen von Leistungen bei älteren Menschen zuhause langfristig bewirkt und welches die Erfolgsfaktoren sind. Dies brachte wertvolle Erkenntnisse für die Alterswohnungen im Flurhof und Sonnenhof. Sie sind wichtig für das geplante Quartierzentrum Bronsch­hofen, ein Projekt, das ebenfalls auf gutem Weg ist. Zwar ist mit der Genossenschaft für Alterswohnungen ein Finanzierungspartner ausge­stiegen. Er kann jedoch durch Investoren ersetzt werden. Der Sondernutzungsplan wurde vom Kanton geprüft und ist bereit zur Auflage. Der Wiler Stadtrat hat den Sonder­nutzungsplan mit dem Baurechtsvertrag an die zuständige Parlaments­kommission überwiesen.

Als drittes strategisches Projekt entwickelt sich auch das «Kompetenzzentrum Demenz» in Rossrüti planmässig. Den Architektur­wettbewerb gewannen Schneider Gmür Architekten aus Winterthur mit einem überzeugenden Plan für die Überbauung und die innere Wohn­organisation. Das Gelände, welches der Stadt Wil gehört, soll gemeinsam mit dem benachbarten Industriebetrieb Gebrüder Egli genutzt werden. Mit Pilotprojekten werden schon heute das zukünftige Leben im Kompetenzzentrum erprobt.

Volle Agenda 2018 und 2019

2018 wurde mit Aktionen zum Fünfjahres-Jubiläum der Bevölkerung für ihre Unterstützung gedankt. Unter anderem gab es ein PopUp Cafe der «Grand Mamans», ein Sanitätszelt mit Gratis-Gesundheitscheck, eine Gute Nacht Geschichte mit Bettmümpfeli für Spitex Kunden und ein originell gestalteter Jubiläumsbus der Verkehrsbetriebe.

Ende 2018 konnte das neue Software-Paket Swing/Abacus termingerecht eingeführt werden. Ab sofort können alle Leistungen einheitlich geplant und unabhängig vom Erbringungsort erfasst werden. Die mobile und moderne Datenverarbeitung ist eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg von Thurvita zum Universal­anbieter.

Mit «Happy Weeks 2.0» wurde die erfolgreiche Aktion aus dem Jahr 2017 wiederholt und erweitert. Wiederum schenkten Mitarbeitende den Bewohnenden einen Moment uner­warteten Glücks. Dieses Mal nahmen viele Angehörige bei den Überraschungen teil, was sie für alle Beteiligten noch wertvoller machten.

Ende 2018 erhielt Thurvita die Baubewilligung für eine moderne Produktionsküche, die im Sonnenhof entsteht. Aus der 400 Quadratmeter grossen Küche werden bereits Ende 2019 auch die Bewohnenden und Mitarbeitenden des  Pflegezentrums Fürstenau mit Topqualität versorgt. Die neue Küche ist ein wichtiges Puzzleteil für das Quartierzentrum Bronschhofen und das Demenzzentrum.

Verwaltungsrat dankt

Ursula Burtscher tritt als Gemeinderätin von Wilen und damit als Verwaltungsrätin der Thurvita AG zurück. Ihre Nachfolge wird 2019 bestimmt. Der Verwaltungs­rat dankt Ursula Burtscher für Ihren engagierten Einsatz in den letzten sechs Jahren. Der Verwaltungsrat bedankt sich ebenfalls herzlich für die hervorragende Arbeit aller Mitarbeitenden der Thurvita in den vergangenen zwölf Monaten.

Der Geschäftsbericht (PDF) als Download: Thurvita Geschäftsbericht 2018