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Erst das Kribbeln, dann das Strahlen: Bei Thurvita sind Besuche wieder möglich.

Erst das Kribbeln, dann das Strahlen: Bei Thurvita sind Besuche wieder möglich.


Bewohnende und ihre Angehörigen haben den Moment lange herbeigesehnt: Einander real treffen und miteinander plaudern zu dürfen. Mit den Lockerungen vom 11. Mai konnte auch Thurvita Boxen und spezielle Zonen für Besuche einrichten. Für die Betagten und ihre Liebsten ist dieser kleine Öffnungsschritt mit grossen Emotionen verbunden.

Beim Alterszentrum Sonnenhof und beim Pflegezentrum Fürstenau stehen je zwei Besuchsboxen zur Verfügung. In den kleineren Standorten gibt es eigens eingerichtete Zonen für private Treffen. Sie sind nach telefonischer Anmeldung möglich und dürfen nur unter den strengen Auflagen stattfinden, welche der Kanton St. Gallen für die nächsten sieben Wochen verfügt hat. Thurvita bietet Besuchsmöglichkeiten an, die den Kontakt zwischen Bewohnenden und Angehörigen ermöglichen. Zugleich muss das Übertragungsrisiko tief bleiben. Denn bis anhin hat sich bei Thurvita niemand mit dem Coronavirus angesteckt. Das soll so bleiben.
Dass Bewohnende mit Demenz Angehörige empfangen können, gestaltet sich schwieriger. Momentan sind Besuche nur in begründeten Ausnahmesituationen möglich. Thurvita arbeitet auch hier an einer guten Lösung.

Emotionen überwinden alle Auflagen
Die Erleichterung und die Freude sind bei den Bewohnenden und ihren Angehörigen gross. Einander endlich wieder direkt gegenüber zu sitzen und eine Weile zusammen verbringen zu können, erfüllt Besucher wie Besuchte sichtlich. Besonders vor dem ersten Wiedersehen ist die Anspannung gross. Viele Fragen kommen auf: “Wie der andere wohl heute genau aussieht? Wie sie sich fühlt? Wie ist es ihr während des Lockdowns ergangen?” usw. Da kann es schon vorkommen, dass kurz vor dem Treffen das Kribbeln überhandnimmt. Während und nach dem Besuch sind die Glücksgefühle umso erfüllender. “Es ist so schön, ihr wieder richtig in die Augen schauen zu können”, berichtet eine Familienangehörige nach dem ersten Besuch – und strahlt übers ganze Gesicht.

Beliebte Videotelefonie
Neben den neuen Besuchsmöglichkeiten machen die Bewohnenden und ihre Angehörigen weiterhin rege Gebrauch vom Angebot der Videotelefonie. Nach anfänglicher Skepsis haben sich die Videochats zum Renner gemausert. Mehrmals im Tag finden Videocalls statt, teils sind es regelrechte “Familienkonferenzen”. Ebenso gibt es einen individuellen Einkaufsservice und ein tägliches Unterhaltungsprogramm.

Wil, 12. Mai 2020
Alard du Bois-Reymond, Vorsitzender der Geschäftsleitung

Beim Alterszentrum Sonnenhof stehen die beiden Besuchsboxen direkt vor der Haupttreppe.

Bild oben: Mit einem LKW-Kran wurden die Besuchsboxen auf den Vorplatz beim Eingang zum Pflegezentrum Fürstenau gehievt.